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"Recht innovativ" Article on the Legal Design Approach to Law & Legal Tech

"Legal Design – ein neuer Ansatz für die Rechtsbranche? – Alisha Andert

Was war zuerst da, die Henne oder das Ei? Auf diese Frage werden wir womöglich niemals eine wissenschaftlich zufrieden stellende Antwort erhalten. Mit einer ähnlichen Frage, scheint auch die Rechtsbranche in Hinblick auf Innovation und den Einsatz neuer Technologien im juristischen Bereich konfrontiert zu sein. Erst die Entwicklung einer Lösung lässt das zugrundeliegende Problem sichtbar werden.


Dass beispielsweise der Zugang zum Recht für Verbraucher in vielen Bereichen nicht hinreichend effektiv gewährt wird, ist seit Jahren evident. Unternehmen, die Verbraucheransprüche grundlos abwehren, geringe Anwaltsdichte in ländlicheren Gegenden, das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG), das ein Tätigwerden für Rechtsanwälte im Falle kleiner Streitwerte unattraktiv macht. All diese Punkte waren in der Rechtsbranche alles andere als unbekannt und dennoch rückten sie erst dann besonders in den Fokus der Juristen, als Legal Tech Portale anfingen, den Zugang zum Recht für Verbraucher durch neue Angebote zu verbessern.


Innovative Anwendungen geben dem Rechtsmarkt bereits seit einigen Jahren neue Impulse und rütteln an den Grundpfeilern einer Branche, die sich der Digitalisierung scheinbar so lange erfolgreich verwehrt hatte. Immer größer wird das Angebot an Legal Tech Produkten und der Großteil der deutschen Rechtsbranche schaut staunend und skeptisch dabei zu, wie sich der Markt langsam aber schrittweise verändert, ohne jedoch an eine Revolution zu glauben.


Doch diese Veränderung passiert nicht zufällig und sie ließe sich durchaus steuern. Am Anfang einer Verbesserung steht immer ein Problem. Wer also anstrebt, Antworten auf die komplexen Herausforderungen unserer Zeit zu finden, sollte sich zuallererst darum bemühen, die Fragestellung verstanden zu haben. So erfordert auch die Entwicklung erfolgreicher neuer Anwendungen und Produkte zunächst ein umfassendes Verständnis des jeweils zugrundeliegenden Problems. Erst dann kann sinnvollerweise damit begonnen werden, mögliche Lösungswege zu erkunden. Im Gegensatz dazu, zeichnet sich die juristische Arbeitsweise naturgemäß eher dadurch aus, Sachverhalte zu bewerten und im Falle des anwaltlichen Tätigwerdens, nach Möglichkeit, ein von vornherein bestimmtes, im Interesse des Mandanten liegendes Ergebnis zu erzielen. Diese Herangehensweise eignet sich jedoch nicht für Innovationsprozesse, die grundsätzlich ergebnisoffen gedacht werden müssen [...]" download the article to continue reading on https://rechtinnovativ.online/ri-03-2019-andert-legal-design

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